Wer einen neuen Zahlungsanbieter sucht, schaut zuerst auf die Gebühr.
Logisch: Sie steht groß auf jeder Preisseite und lässt sich auf den Cent vergleichen.
Eine andere Zahl bleibt dabei meist im Hintergrund.
Wie lange dauert es eigentlich, bis das Geld aus einer Kartenzahlung auf dem Konto ist?
Und warum entscheidet diese Frage im Alltag oft stärker, als wir denken?
Vor allem bei Kreditkartenumsätzen liegen zwischen Anbietern Welten. Wer das nicht weiß, kann zwei Tarife mit identischer Gebühr nebeneinanderlegen und trotzdem mit dem einen finanziell deutlich enger fahren als mit dem anderen.
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst
Aus Sicht des Kunden ist Kartenzahlung eine Sache von Sekunden. Karte ranhalten, Piep, fertig. Für den Händler beginnt der eigentliche Vorgang aber erst dann.
Die Transaktion wandert vom Terminal zum Acquirer. Dort wird sie geprüft, verarbeitet, gebündelt. Erst danach geht das Geld auf das Geschäftskonto. Wie lange das dauert, hängt vom Anbieter ab. Und davon, was für eine Karte der Kunde benutzt hat.
Das ist der Punkt, an dem die meisten Verträge schweigen.
Girocard und Kreditkarte sehen am Terminal gleich aus. Im Hintergrund laufen sie aber häufig über völlig verschiedene Wege.
Girocard-Umsätze sind bei den meisten Anbietern schnell verfügbar. Bei Kreditkartenumsätzen wird es differenzierter. Manche Anbieter zahlen standardmäßig wöchentlich aus. Andere werben mit täglicher Auszahlung – oft aber nur werktags, nur mit einem anbietereigenen Konto oder gegen Aufpreis. Wer also am Samstag eine Hotelrechnung über 800 Euro per Kreditkarte abrechnet, wartet je nach Anbieter und Modell bis Mitte der übernächsten Woche auf das Geld.
Für Betriebe mit hohem Kreditkartenanteil summiert sich das. In der gehobenen Gastronomie, im Tourismus, bei Praxen mit Selbstzahlern, im Hotel. Dadurch befindet sich laufend ein Teil des Umsatzes noch im Auszahlungsprozess. Auf dem Papier verdient. Auf dem Konto noch nicht angekommen.
Liquidität ist kein abstraktes Buchhaltungsthema. Sie wird konkret, sobald eine Rechnung fällig ist.
Drei Situationen, in denen der Auszahlungsturnus plötzlich nicht mehr egal ist:
Lieferanten. Zahlungsziele sind fest. Ob das Wochenend-Geld schon da ist, interessiert keinen Großhändler.
Gehälter. Verschiebbar ist hier wenig. Wer Monatsende mit „kommt noch" rechnet, kalkuliert riskant.
Saisonale Spitzen. Genau dann, wenn ein Betrieb am meisten verdient, wartet auch am meisten Geld auf die Auszahlung. Der Druck steigt also exakt im falschen Moment.
Eine schnelle Auszahlung wirkt im Tagesgeschäft unscheinbar. Eine langsame fällt erst auf, wenn es eng wird.
Bei der Anbieterwahl reichen vier Fragen, um Klarheit zu bekommen:
Eine seriöse Beratung beantwortet das, ohne dass Sie im Vertragstext suchen müssen.
Die Gebühr ist messbar, plakativ und vergleichbar. Der Auszahlungsturnus nicht. Trotzdem ist er für viele Betriebe der finanziell wirksamere Hebel. Wer Lieferanten, Personal und Saisonschwankungen managen muss, spürt eine schnelle Auszahlung jeden Monat. Eine langsame eben auch.
Vert zahlt Kartenumsätze täglich aus. Auch Kreditkartenzahlungen. Verfügbar am nächsten Bankarbeitstag – bei allen Kartenterminals von Vert.
Wie lange dauert die Auszahlung bei Kartenzahlung?
Das hängt vom Anbieter und der Kartenart ab. Girocard-Umsätze sind meist innerhalb von ein bis zwei Bankarbeitstagen verfügbar. Bei Kreditkartenumsätzen sind wöchentliche Auszahlungen verbreitet. Einzelne Anbieter zahlen auch Kreditkarten täglich aus.
Warum dauert die Auszahlung von Kreditkarten oft länger?
Kreditkartentransaktionen laufen technisch oft über andere Abwicklungswege als Girocard-Zahlungen. Acquirer bündeln sie häufig und zahlen wöchentlich aus, statt täglich.
Wie zahlt Vert Kartenumsätze aus?
Vert zahlt alle Kartenumsätze, auch Kreditkartenzahlungen, täglich aus. Die Verfügbarkeit erfolgt am nächsten Bankarbeitstag.
Kann ich den Auszahlungsturnus bei einem bestehenden Vertrag ändern?
Nicht immer. Manche Anbieter erlauben das, manche nicht. Diese Frage gehört vor die Unterschrift.